Expedition Klassik: „Makam ... oder was?“
Aus der Vielfalt eine Einheit schaffen
Bühne frei für die Lieblingsmusik (Foto: Sven Lorenz)
Der Begriff Makam kommt aus der osmanisch-türkischen Musiktradition. Eine Makam setzt sich aus einer Tonleiter und einer kompositorischen Melodiestruktur zusammen. Es gibt hunderte von Makams, und jede ist verschieden. Das war laut Projektleiterin Barbara Volkwein die Idee zu dem spannenden Musikprojekt „Makam ...oder was?“, das 2011 an drei Schulen in Essen – darunter auch eine Förderschule – stattfand.
Im ersten Halbjahr 2011 trafen sich über hundert musikbegeisterte Jugendliche mehrere Monate lang mit erfahrenen Musikern, um Musik zu machen und ganz nebenbei ein interkulturelles Gesamtkunstwerk vorzubereiten. Die Schülerinnen und Schüler brachten ihre Lieblingsmusik auf CD, USB-Stick, Handy oder MP3-Player mit – eine stilistische Bandbreite von Rock, Pop, Hip-Hop über Dancefloor bis hin zu orientalischer Musik. In Anlehnung an die Musik, die sie täglich hören, schrieben die Jugendlichen neue Songs und eigene Stücke.
Makam steht als Synonym für Fremdländisches und kulturelle Vielfalt
„Bei diesem Projekt möchten wir aus der Vielfalt eine Einheit schaffen. Die beteiligten Schülerinnen und Schüler, viele davon mit Migrationshintergrund, kommen ja aus ganz vielen verschiedenen Kulturen und sozialen Schichten. Also bringen sie auch unterschiedliche musikalische Elemente mit ein. Und daraus kreieren wir dann eine ganz neue Musik“, so Dr. Barbara Volkwein, Education-Leiterin der Philharmonie Essen.
Das Projekt „Makam ... oder was?“ wurde am 8. Juni 2011 im Rahmen eines öffentlichen Konzertes der Philharmonie Essen vor einem begeisterten Publikum aufgeführt.