Seit der Gründung
Chronologie der Sir Peter Ustinov Stiftung von 1999 bis heute
1999
Gründung der Stiftung am 12. August 1999 in München. Das Stiftungskapital beträgt 100.000 DM. Mitglieder des Stiftungsrates sind Sir Peter Ustinov und Susanne Köster, den Vorstand bilden Dr. Peter Köster und Igor Ustinov.
2000
Die Stiftung ist international ausgerichtet und will Kindern in aller Welt eine Lebensperspektive ermöglichen. Zur Finanzierung konkreter Projekte wirbt die Stiftung um Spenden. Der Aufbau einer Spenderdatei beginnt. Das erste Förderprojekt der Sir Peter Ustinov Stiftung ist die Bekämpfung der Krankheit Noma in Niger.
2001
Sir Peter trifft erste Vorbereitungen zur Gründung seines Instituts zur Vorurteilsforschung. Gespräche in Wien und Budapest verlaufen vielversprechend.
2002
Sir Peter wählt weitere internationale Förderprojekte für seine Stiftung aus: Hilfe für „Cleft“-Kinder (Cleft Lip and Palate = Lippen-Kiefer-Gaumenspalten), den Bau eines Waisenhauses für HIV-infizierte Kinder in St. Petersburg, die Produktion von 1.000 Rollstühlen für behinderte Kinder in Nepal und den Bau der Peter Ustinov-Friedensschule in Paghman, Afghanistan.
Die Gesamtschule Sandberg feiert gemeinsam mit Sir Peter ihre Umbenennung in „Peter-Ustinov-Gesamtschule Monheim am Rhein“. Sie ist die erste Schule, die seinen Namen trägt. In Genf erfolgt die Gründung der „Fondation Sir Peter Ustinov“.
2003
„Achtung! Vorurteile“ erscheint im Februar 2003. Sir Peter bezeichnet dieses Buch als sein Vermächtnis. Die schweizer Global Harmony Foundation mit Hilfsprojekten in Indien und Brasilien kommt als Projektpartner der deutschen Stiftung dazu.
Mitte 2003 findet ein Wechsel der Mitglieder des Vorstands und des Stiftungsrates statt: Das Ehepaar Köster verlässt die Gremien. Igor Ustinov wechselt in den Stiftungsrat, der Vorstand wird gebildet von Dr. Clemens Grosche (Vorsitzender), Ursula Schlegel und Alexis Sozonoff. Die Geschäftsstelle der Stiftung befindet sich ab August 2003 in Düsseldorf.
2004
Alexis Sozonoff wechselt Anfang des Jahres in den Stiftungsrat, für ihn rückt Günter Conrad in den Vorstand nach.
Das Jahr 2005 ist aufgrund der Tsunami-Katastrophe und des Erdbebens in Kashmir durch eine hohe Spendenbereitschaft gekennzeichnet. Die Bilanzsumme der Stiftung liegt nun bei 2,7 Mio. Euro. Der Vorstand strebt weiterhin ein moderates Wachstum bei gleichzeitiger Stabilisierung der Spenderbasis an. Die Stiftung hat zwei angestellte Mitarbeiter.
Die Stiftung engagiert sich beim Aufbau eines „Rescue Centers“ für aus der Prostitution gerettete Kinder in Mumbai.
Die „7. Realschule Berlin-Charlottenburg“ feiert ihre Umbenennung in „Peter-Ustinov-Schule“. Auch die Hauptschule Hannover-Ricklingen und die Städtische Realschule in Köln-Nippes tragen nun den Namen des Stifters. Die Stiftung hat damit insgesamt fünf schulische Kooperationspartner.
Das jährliche Symposium des Sir Peter Ustinov Instituts in Wien startet mit dem Thema „Europa – USA, Werte und Vorurteile“.
2006
Mitte des Jahres verlässt Alexis Sozonoff den Stiftungsrat, Eckhard Sachse ist sein Nachfolger. Der Stiftungsrat umfasst nun fünf Mitglieder: Neben Lady Hélène Ustinov, Igor Ustinov und Eckhard Sachse werden Manfred Maus und Dr. Kurt Wessing in das Gremium berufen.
Die Planung und der Aufbau eines „Ustinov“-Bildungsprogramms in Deutschland beginnen.
Das diesjährige Symposium des Sir Peter Ustinov Instituts in Wien trägt den Titel „Der Westen und die Islamische Welt – Fakten und Vorurteile“.
2007
Neue Förderprojekte im Bereich Bildung in Südafrika, Senegal und Kenia ergänzen das Portfolio der Stiftung. Erstmals wird der Aachener Kinderzirkus Pinocchio unterstützt, der auf seiner Tournee durch Bosnien-Herzegowina und Rumänien gemeinsam mit Kindern vor Ort ein Zirkusprogramm einstudiert und aufführt. Die Franziskanerinnen in Rumänien beginnen mit Hilfe der Stiftung den Bau einer neuen Kindertagesstätte in Caransebes.
Im Rahmen der nationalen Aktivitäten entsteht die „Ustinov Theatre School“ in Essen und Düsseldorf. Für die Ustinov-Schulen in Monheim und Köln finanziert die Stiftung das MUS-E-Programm.
Im Oktober findet die Einweihung des „Peter-Ustinov-Haus“ in St. Petersburg statt, dem ersten Waisenhaus für HIV-infizierte Kinder in Russland.
Thema des jährlichen Symposiums des Sir Peter Ustinov Instituts in Wien ist „Vorurteile in der Kindheit: Wie entstehen sie? Wie kann man gegensteuern?“
2008
Entwicklung und Etablierung von Markenkern und Leitbild der Stiftung.
Mit den Handlungsfeldern „Internationale Hilfsprojekte“, „Schule, Bildung und Erziehung“ und „Wissenschaft und Forschung / Gesellschaftlicher Dialog“ definiert die Stiftung die Schwerpunkte ihrer Stiftungsarbeit.
Zwei weitere Schulen benennen sich in „Peter-Ustinov-Schule“ um: die Gesamtschule Eckernförde und die Förderschule Am Torfbend für emotionale und soziale Entwicklung in Mönchengladbach.
Das Symposium des Sir Peter Ustinov Instituts in Wien trägt in diesem Jahr den Titel „Feindbilder in Europa“. Erstmals nehmen auf Einladung der Stiftung auch Vertreter fast aller Peter-Ustinov-Schulen teil.
2009
Der Vorstandsvorsitzende Dr. Clemens Grosche stirbt am 16. Mai 2009.
Das diesjährige Symposium des Sir Peter Ustinov Instituts in Wien widmet sich dem Thema „Der Zuwanderer als Feindbild“.
Gemeinsam mit GTZ / BMZ und UNESCO International Bureau of Education lädt die Sir Peter Ustinov Stiftung zur „International Conference: Reaching the marginalised – How to approach Inclusive Education“ in Düsseldorf. Igor Ustinov kündigt im Namen der Stiftung die Unterstützung beim Aufbau von drei inklusiven Schulen auf drei Kontinenten an.
Anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens feiert die Peter Ustinov Stiftung ihren Geburtstag gemeinsam mit 400 eingeladenen Kindern in der Philharmonie Essen. Es gibt einen „Käsekrimi mit Inspektor Maus“.
Zum Weltkindertag findet im Gelsenkirchener Nordsternpark erstmals das Ruhrkinderfest statt. Die Stiftung ist Schirmherrin dieses Kinderfestes, das ausdrücklich ALLE Kinder zum Mitspielen, Toben und Lachen eingeladen hat. Das Blaubeerland, ein qualitativ hochwertiger „Themenpark“ innerhalb des Kinderfestes mit vielen blauen Farbakzenten, ist der künstlerisch-kreative Schwerpunkt des Festes.
Im November 2009 wird der Neubau der Kita in Caransebes, Rumänien, feierlich eröffnet.
Lady Hélène Ustinov wird zur Ehrenpräsidentin des Stiftungsrates der Sir Peter Ustinov Stiftung ernannt.
Vorsitzender des Stiftungsrates ist nun Igor Ustinov.
2010
Ein Jahr der Veränderung und der Neustrukturierung für die Sir Peter Ustinov Stiftung: Nach dem Tod von Dr. Clemens Grosche leitet zunächst Günter Conrad die Stiftung als ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender. Mit diesem Wechsel gehen eine strategische Neuausrichtung sowie Umgestaltungen auf operativer Ebene einher. Mit Günther Bitzer wird erstmalig in der Stiftungsgeschichte ein hauptamtlicher Geschäftsführer eingestellt.
Dazu wird ein substanzielles „Re-Engineering“ begonnen, bei dem sämtliche Stiftungsbereiche einbezogen werden. Mit überzeugenden Projekten, exzellenten Partnern und einem klaren Profil muss sich die Stiftung langfristig in den Köpfen der Öffentlichkeit – und damit auch bei den potenziellen Spendern – verankern. Sie wählt dafür den Claim „Für Kinder. Gegen Vorurteile.“ und legt einen besonderen Schwerpunkt auf den Förderbereich „Bildung gegen Vorurteile“.
So kann die Stiftung eine Anzahl hochkarätiger Projektkooperationen mit exzellenten Partnern im Bildungsbereich sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene vereinbaren. Dies führt auch dazu, dass der Leiter der Stiftungsprojekte, Dr. Peter Sicking, als Vertreter der Ustinov Stiftung von der Deutschen UNESCO-Kommission in den Expertenkreis „Inklusive Bildung“ berufen wird. Die Mitglieder des 30-köpfigen Gremiums betrachten sich als Architekten eines neuen Bildungssystems für Deutschland in Zeiten der Globalisierung und des demographischen Wandels.
Gegen Ende des Jahres bezieht die Stiftung voll ausgestattete Räumlichkeiten im Herzen Frankfurts.
2011
Die strategische und stiftungspolitische Neupositionierung der Peter Ustinov Stiftung geht weiter: Geschäftsführer Günther Bitzer und Dr. Peter Sicking werden im Januar 2011 vom Stiftungsrat zum hauptamtlichen Vorstand der Stiftung ernannt.
Die Stiftung agiert nicht mehr nur als Förderstiftung, sondern wirkt immer mehr auch mit selbst durchgeführten Projektaktivitäten in die deutsche Gesellschaft hinein – in Zusammenarbeit mit hochkarätigen Partnern wie etwa der Hertie Stiftung, der ZEIT-Stiftung und dem Hilfswerk der Deutschen Lions e.V.
Diese neuen Aufgaben sowie eine Ausweitung der Kommunikation erfordern zusätzliches Personal: Das Team der Stiftung wächst um einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Der neue Förderschwerpunkt „Bildung gegen Vorurteile“ wird stabilisiert und ausgebaut: Es bedarf des Wissens und der Fertigkeiten aller Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Religion oder ihrer sozialen Stellung, um die großen Probleme unserer Zeit gemeinsam lösen zu können. Dafür ist eine qualitativ hochwertige Bildung für alle eine unabdingbare Voraussetzung - was sich in den Projekten der Stiftung widerspiegelt, national wie international.
Selbstbildnis Sir Peter Ustinov, 2003