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04.05.10: Wie sehe ich dich? - 56. Internationale Kurzfilmtage Oberhausen, 29. April – 4. Mai 2010
Die Kurzfilmtage starten mit Unterstützung der Sir Peter Ustinov Stiftung ein neues filmpädagogisches Bildungsprojekt
Im weiteren Verlauf dieses Jahres realisieren die Kurzfilmtage mit Unterstützung der Sir Peter Ustinov Stiftung ein neues filmpädagogisches Bildungsprogramm zum Thema Kurzfilm. Das Projekt ist besonders zugeschnitten auf Oberhausener Schulen mit hohem Migrantenanteil. Gemeinsam mit den Partnern Marco Jahn und der Agentur Sehsternchen führen die Kurzfilmtage Projekte und Workshops durch, die bei den Jugendlichen Offenheit für kulturelle und ethnische Vielfalt ebenso wie kritische Medienkompetenz fördern sollen. Am 3. Mai fiel nun während der 56. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen der Startschuss mit einem ersten Treffen aller Beteiligten.
Das Gesamtprojekt besteht aus zwei Modulen. „Wie sehe ich dich? – Poesie trifft Kurzfilm“ wird betreut von Marco Jahn, auf der Bühne als Poetry Slammer Jonas Jahn bekannt. Er ist u.a. Veranstalter der Poetry Slams in Oberhausen und Mönchengladbach und Mitveranstalter der SLAM.2010, der deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaft, die im Rahmen der Ruhr.2010 im Ruhrgebiet ausgetragen wird. Hier werden Jugendliche angeregt, eigene Poetry-Texte zu verfassen und sie filmisch als so genannte Poetry Clips umzusetzen.
Das zweite Modul heißt „Wie sehe ich dich? – Filmkunst trifft Schule“. In diesem Workshop arbeiten die Kurzfilmtage mit der Agentur für pädagogische Filmbildung Sehsternchen zusammen, die seit 2005 an Schulen in ganz Oberhausen medienpädagogische Projekte durchführt. Hier werden anhand geeigneter Filme aus dem Programm des Festivals filmkundliche Gespräche, Aktionen und Filmanalysen zum Thema „Kulturelle Vorurteile und Vielfalt“ angeboten.
„Unser Ziel ist es, für die Jugendlichen den Zugang zu Kunst und Kultur zu erleichtern und interkulturelle Vorurteile abzubauen“, so Lars Henrik Gass, Leiter der Kurzfilmtage. „Wir sehen ‚Wie sehe ich dich?’ als einen sinnvollen Weg, unsere medienpädagogischen Aktivitäten weiter auch außerhalb des Festivals auszubauen.“
„Neben der Sensibilisierung für interkulturelle Vielfalt sollen die Projekte die kritische Medienkompetenz der Teilnehmer fördern, die eine unabdingbare Voraussetzung für eine vorurteilsfreie Meinungsbildung darstellt“, erklärt Dr. Peter Sicking, Bildungsreferent der Peter Ustinov Stiftung, die Beweggründe für das gemeinsame Engagement. Die Peter Ustinov Stiftung setzt sich nunmehr seit über zehn Jahren für eine Gesellschaft des gegenseitigen Respekts ein und ist somit idealer Partner für das gemeinsame filmpädagogische Bildungsprojekt.

