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14.06.10: Gegen Gewalt und Diskriminierung

„Menschen werden nicht als Rassisten geboren, sie werden dazu gemacht. Alles was erlernt werden kann, kann auch verlernt werden“, dieser Satz stammt von Jane Elliott und spiegelt gleichzeitig ihre Motivation für ihren jahrzehntelangen Kampf gegen Diskriminierung wider. Auslösender Moment war die Ermordung des Menschenrechtlers Martin Luther King 1963 in den USA und die Frage, wie Sie als Lehrerin ihren ausschließlich weißen und christlichen Schülern dieses Ereignis erklären sollte. Ihre Klasse war niemals auch nur in der Nähe eines Menschen anderer Hautfarbe, oder gar mit dem Elend konfrontiert, das durch Rassismus bedingt wird. Jane Elliott entwickelte daraufhin eine Methode, die es allen – auch nicht betroffenen Menschen – ermöglicht, zu erleben, wie es ist, Rassismus und Diskriminierung am eigenen Leib zu spüren. Die Übung basiert auf der Aufteilung einer Gruppe von Menschen aufgrund ihrer Augenfarbe in Braunäugige und Nicht-Braunäugige, wobei Letztere als unterlegen eingestuft und behandelt werden. Ziel der Übung ist es, Menschen für kleinere und größere Ausprägungen von Rassismus und Diskriminierung zu sensibilisieren. Ihren außergewöhnlichen Ansatz führt Jane Elliott mittlerweile nicht nur mit Kindern und Jugendlichen durch, sondern auch mit Erwachsenen in Firmen und Institutionen, unter anderem auch in Deutschland durch Diversity Works. Vom 10.- 12. Juni 2010 fand ein solcher von Diversity Works und der Peter Ustinov Stiftung durchgeführter Workshop in Hattingen statt. Den Höhepunkt des Workshops bildete der Vortrag von Jane Elliott am Freitagabend, der auch für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich war.

Dr. Peter Sicking, Bildungsreferent der Peter Ustinov Stiftung und Jürgen Schlicher von Diversity Works (v.l.n.r) begrüßten Jane Elliott im Rahmen eines gemeinsamen Workshops zu den Themen Antidiskriminierung, Diversity Management und interkulturelle Kompetenz in Hattingen.

Die Peter Ustinov Stiftung kooperiert seit Mitte 2009 mit Diversity Works, um gemeinsam Workshops an den sieben Peter-Ustinov-Schulen durchzuführen. Das gemeinsame Programm läuft unter dem Namen „Open Mind“ – Ustinov Diversity Training und knüpft mit seinem Ansatz direkt an das Lebenswerk des Stifters Sir Peter Ustinov – dem Kampf gegen Vorurteile und für eine Kultur des gegenseitigen Respekts - an. Ziel des Trainingsprogramms ist es, die Teilnehmer für die Vorurteilsthematik zu sensibilisieren und ihnen zu einem besseren Verständnis von Menschen mit anderen ethnischen Wurzeln zu verhelfen. Durch die gewonnenen Erfahrungen in den Workshops sollen die Teilnehmer die Vorteile einer Gesellschaft der Vielfalt erkennen, leben und auch weitertragen. Ausgewählte Pädagogen und Schüler der Peter-Ustinov-Schulen durchlaufen das Trainingsprogramm, um im Anschluss ihre erlernten Kompetenzen in konkreten Maßnahmen an ihren Schulen umzusetzen.

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