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Die richtige Unterstützung im entscheidenden Moment des Lebens

Vermittlung von Lebenskompetenzen an Jugendliche und junge Erwachsene

"Erwachsen handeln" mit sozialem Engagement (Foto: Purestock / Getty)

"Erwachsen handeln" mit sozialem Engagement (Foto: Purestock / Getty)

Mit dem Lions-Quest „Erwachsen werden“ bietet das Hilfswerk der Deutschen Lions e.V. seit 1994 das erfolgreichste Jugendförderprogramm an deutschen Schulen an. Bis Ende 2011 wurden mehr als 77.000 Lehrkräfte in Lions-Quest-Seminaren zu "Erwachsen werden" geschult. Das Programm vermittelt grundlegende soziale Kompetenzen an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe zwischen 10 und 14 Jahren.

Nun entwickelt das Hilfswerk der deutschen Lions in Zusammenarbeit mit der pädagogischen Hochschule Freiburg ein weiteres Programm, das vorrangig die älteren Schülerjahrgänge von 14 bis 21 Jahren ansprechen soll. Das neue Lions-Quest „Erwachsen handeln“ soll ebenfalls dazu dienen, die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler systematisch, langfristig und breitflächig zu fördern, wobei die jeweiligen Kompetenzbereiche hier eng mit den Konzepten des „Demokratie Lernens“ und des „Service Learning“, also dem aktiven ehrenamtlichen Engagement, verknüpft sind.

Das inhaltliche Konzept von Lions-Quest „Erwachsen handeln“ wird derzeit von einem Team um Professor Dr. Uwe Bittlingmayer von der Pädagogischen Hochschule Freiburg entwickelt. Er wird dabei von dem renommierten Bildungsexperten Prof. Dr. Klaus Hurrelmann beraten und unterstützt. Über einen Zeitraum von drei Jahren entwickelt das Forscherteam ein Trainingskonzept für Lehrerinnern und Lehrer, das an zahlreichen Pilotschulen über die verschiedenen Schularten hinweg bundesweit getestet und evaluiert wird.

Mit Lions-Quest „Erwachsen handeln“ soll eine Lücke geschlossen werden, die von vielen Schulleitern moniert wird: Einschlägige Befragungen haben ergeben, dass Lebenskompetenzen zwar vielfach an deutschen Schulen vermittelt werden, jedoch selten bei älteren Schülern. „Es geht dabei auch darum, besonders benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene nachhaltig für ihre weitere Biografie zu stärken. Auf diese Weise können wir gesamtgesellschaftlich integrativ wirken“, sagte Lions-Quest-Vorstand Heinz-Jörg Panzner bei der Auftaktveranstaltung im November 2010. Die Einführung innovativer Konzepte, didaktischer Modelle und ein altersgerecht aufgearbeitetes Themenspektrum werden dazu führen, dass genau die Gruppen erreicht werden können, die einer Stärkung und Unterstützung ganz besonders bedürfen. Das Konzept der „Inklusiven Bildung“ spielt darüber hinaus auch inhaltlich als verbindendes Querschnittsthema eine zentrale Rolle.

Die beteiligten Lehrkräfte sollen vorab in einem mehrtägigen Praxisseminar zu den Inhalten des Programms geschult und auch während des laufenden Projektes professionell begleitet werden. Geplant sind jährlich 250 Seminare, die über 6 000 Pädagogen erreichen werden.

Der Erziehung in sogenannten „Life Skills“ werden von der aktuellen Forschung die größten Erfolgsaussichten in der Präventionsarbeit gegen Sucht, Gewaltbereitschaft und Suizidgefährdung zugesprochen, und ihre Präventionswirkung gegen Diskriminierung und Vorurteile ist offensichtlich. Die Lions-Quest-Programme werden daher in ihrer Bedeutung längst von den zuständigen Ministerien der Bundesländer erkannt. Nicht nur deshalb, sondern auch weil wir selbst an die Notwendigkeit der „Erziehung zum Leben“ glauben, fördern wir gerne dieses Projekt – finanziell und durch aktive Mitwirkung im Lenkungskreis.

Infobox

Projekt: Lions-Quest „Erwachsen handeln“, Lebenskompetenz-Programm (Entwicklung und Einführung)
Projektbereich: Open Mind Diversity
Partner: Hilfswerk der Deutschen Lions e.V., Wiesbaden
Gefördert seit: 2010
Fördersumme bis Ende 2011: 79.250 €

Partner

Interview

Interview mit Prof Dr. Uwe Bittlingmayer
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