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Schülercampus: Jeder Schüler braucht ein Vorbild

Für eine kulturelle Öffnung der Schulen in Deutschland

Vorbereitung auf den Lehrerberuf (Foto: Frederika Hoffmann)

Vorbereitung auf den Lehrerberuf (Foto: Frederika Hoffmann)

Deutschlands Schulen brauchen mehr Lehrerinnen und Lehrer mit Zuwanderungsgeschichte. Der viertägige Schülercampus „Mehr Migranten werden Lehrer“ gibt Einblicke in das Lehramtsstudium und zeigt die Chancen des Lehrerberufs. Lehrerinnen und Lehrer mit Zuwanderungsgeschichte sind Beispiele für eine gelungene Integration durch Bildung und spielen als prägende Vorbilder eine wichtige Rolle bei der kulturellen Öffnung der Schulen in Deutschland. Mit unter 4% sind sie angesichts des hohen Anteils an Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund jedoch auffällig unterrepräsentiert. Das 2008 von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius entwickelte Programm „Schülercampus – Mehr Migranten werden Lehrer“ soll Schulabsolventen mit Migrationshintergrund für das Studium eines Lehrfaches begeistern. Angeboten wird das Programm mittlerweile in Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sowie in Berlin, Bremen und Hamburg. Weitere Standorte für das erfolgreiche Programm sollen folgen.

Die viertägige Veranstaltung bietet Schülerinnen und Schülern mit Zuwanderungshintergrund die Möglichkeit, sich über das Studium und das Arbeitsfeld Schule umfassend zu informieren. Wenn sie sich für ein solches Studium entscheiden, werden die Abiturienten im Rahmen eines Mentoring bis zu ihrem Eintritt in den Lehrdienst begleitet. Die Teilnehmenden informieren sich über die Fähigkeiten und Voraussetzungen für das Lehramtsstudium. Sie hospitieren in Schulen und diskutieren mit Hochschuldozenten und Lehrern die Erfordernisse dieses Berufes. So können sie eine überlegte Studienfachwahl treffen.

In Nordrhein-Westfalen fand der Schülercampus vom 11. bis zum 14. Februar 2011 zum dritten Mal statt. Dass die Maßnahme erfolgreich ist, zeigen die ersten Schülercampus-Veranstaltungen in Düsseldorf 2009 und 2010, bei denen Lehrer mit Zuwanderungsgeschichte als Bildungsbotschafter auftraten, um beim Nachwuchs für den Lehrerberuf zu werben. Förderpartner in Nordrhein-Westfalen ist neben der Sir Peter Ustinov Stiftung noch die Hertie-Stiftung aus Hessen, die sich traditionell mit renommierten Projekten für mehr Chancengleichheit im Bildungsbereich engagiert.

Mit seiner besonderen menschenverbindenden Art und seinem professionellen Anspruch steht der Schülercampus beispielhaft für den Projektbereich „Open Mind Diversity“ der Peter Ustinov Stiftung. Wir unterstützen den Schülercampus gern, weil wir der Meinung sind, dass die Integration von Lehrerinnen und Lehrern mit Zuwanderungsgeschichte für die Zukunft der Schulen in Deutschland unerlässlich ist.

Infobox

Projekt: Schülercampus - Mehr Migranten werden Lehrer
Projektbereich: Open Mind Diversity
Partner: ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, Hamburg; Hertie-Stiftung, Frankfurt
Gefördert seit: 2010
Fördersumme bis Ende 2011: 13.000 €
Weitere Infos: www.mehr-migranten-werden-lehrer.de

Video

Film von der Auftaktveranstaltung des
Schülercampus im Funkhaus Hamburg, August 2011

Ein Rückblick: Schülercampus 2012 in Berlin

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